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Aus Breslau wurde Wrocław
Die Fortuna von Breslau 1623
Eine kurze Historie der Stadt Breslau/Wrocław
Gegruendet wurde der Ort wahrscheinlich um 900 durch Wratislaw I. von Boehmen, an der Kreuzung zweier bedeutender Strassen des Mittelalters, an einer Furt der Oder, als Grenzbefestigung
1241 wurde Breslau durch die Mongolen zerstoert und anschließend als deutsche Stadt suedlich der Oder wieder aufgebaut.
Im Jahr 1261 erhielt Breslau die Stadtrechte nach dem Magdeburger Stadtrecht. Seit dem Jahr 1266 ist der Name Breslau beurkundet.
Danach entwickelte sich die Stadt Breslau zur groessten und reichsten Stadt Ostdeutschlands und zu einer der groessten Staedte Deutschlands ueberhaupt.
Im Jahr 1335 verzichtete Koenig Kasimir III von Polen im Vertrag von Trentschin fuer ewige Zeiten endgueltig auf Schlesien.
Im Jahr 1526 faellt Breslau an Oesterreich.
Seit 1742 gehoert ganz Schlesien zu Preußen. Es folgen friedlichere Zeiten.
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelt sich Breslau zu einem bedeutendem Handels und Industriezentrum.
Im Jahr 1939 hatte die Schlesische Landeshauptstadt ca. 630.000 Einwohner.
Im Fruehjahr 1945 fluechtet ein Teil der Stadtbevoelkerung vor den Greueltaten der Roten Armee. Ein weiterer Teil wird unter Androhung von Waffengewalt bis Jahresende aus den eigenen verbliebenen Wohnungen durch polnische Milizionaere vertrieben.
1946 werden die letzten deutschen Bewohner von den polnischen Behoerden ausgewiesen.
Die Jahrhunderhalle
Die Halle wurde nach den Plaenen des deutschen Stadtbaurates Max Berg gebaut und im Dezember 1913 eingeweiht. Sie sollte an die Voelkerschlacht von Leipzig im Jahr 1813 erinnern, in der sich alle Voelker Europas (ausser Polen) von der franzoesischen Unterdrueckung befreiten. Deutschland war wieder frei von der franzoesischen Okupation.
Nur wenige Jahre spaeter standen die Deutschen den polnischen Emigranten zur Seite - Diesmal waren die Russen die Okupanten Polens.
Die Hala Ludowa, wie sie heute genannt wird, am 30. Dezember 2001
In diesem ersten Spannbetonbau der Welt (Ansicht von hinten) boxte einst Max Schmeling. Der Stadtbaurat Max Berg musste seinerzeit die ersten Schalenbretter eigenhaendig losgeschlagen, weil die Arbeiter einen Einsturz der Halle befuerchteten. Zuvor hatte noch niemand eine Kuppel mit einer Hoehe von 41 Metern und 65 Meter freier Spannweite gebaut.
Die Aula Leopoldina
In der, von den Jesuiten 1701 gegruendeten Universitaet befindet sich die Aula Leopoldina. Urspruenglich war sie von dem Orden als Festsaal gedacht und hatte direkt hinter dem Podium kein Symbol. Waehrend der Kaiserzeit befand sich dort eine Bueste von Wilhelm II. Sie wurde am Beginn der Weimarer Zeit entfernt. Im laufe des sogenannten III. Reiches soll an diesem Platz wieder eine Bueste gestanden haben. Naeheres dazu entzieht sich leider derzeit meiner Kenntnis. Hier eine Aufnahme neueren Datums, jetzt mit polnischem Adler hinter dem Podium.
Die Aula Leopoldina 1991
Die Stadtwappen
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1. Das von Kaiser Karl den V der Stadt verliehene Wappen ist ein quadriertes Schild, in dessen Mitte sich der Kopf von Johannes dem Taufer befindet. Im Feld links oben befindet sich der boehmische Loewe, rechts daneben der schlesische Adler. Das W bezieht sich auf den Gruender der Stadt, Wratislav - und rechts unten ist Johannes der Evangelist abgebildet. Dieses Stadtwappen war gueltig von 1530 - 1938.
2. Das Stadtwappen waehrend der NS-Zeit, verwendet von 1938- 1945.
In der oberen Haelfte wieder der schlesische Adler, darunter das Eiserne Kreuz, welches im Rathaus von Breslau 1813 erstmalig gestiftet wurde.
3. Das Stadtwappen unter dem kommunistischen Regime. Verwendet von 1948 - 1990. Es war ein halbiertes Schild, auf dessen linken Feld der ungekroente Adler der Volksrepublik Polen zu sehen war. Auf dem rechten Feld, ebenfalls ungekroent, der schlesische Adler.
Im Anschluss an die politischen Erneuerungen des Jahres 1989 hat die Bundesrepublik Deutschland die polnischen Westgrenzen als entgueltig anerkannt. Eine der Folgen war, das der Stadtrat von Wrocław im Juni 1990 nach einer Abstimmung wieder das ehemalige Stadtwappen einsetzte.
Weitere Hinweise zu den Wappen von Wroclaw
auf der Seite TRANSODRA 17 der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg im Abschnitt "Sich gewoehnen an Schlesien".
Links oben im Wappen befindet sich der boehmische Loewe und nicht, wie im Text von TRANSODRA angegeben, der tschechische Loewe.
Ein Koenigreich Tschechien hat es nie gegeben, und die Tschechische Republik wurde erst am 28. 10.1918 gegruendet.
Ansichten aus Wrocław
Die Musterhaussiedlung Sepolno (Zimpel) in einer Aufnahme von 1991
Die bekannte Ostansicht des Rathauses von Breslau im Juni 2001
Ratusz we Wroclawiu czerwiec 2001
Die Most Grunwaldzki (Kaiserbruecke) im Januar/styczen 2001
Sandkirche - Kreuzkirche - Dom
Das aktuelle Wetter in Wrocław und in Polen
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