1932 Panorama 1990
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Schlesische Rezepte



Streuselkuchen Rharbarberkuchen
Kaesetorte Kuerbissuppe
Kartoffelsuppe Weissbraten
Himmelreich Kliessla
Haeckerle Wampekitt
Bigos Rosinenstollen
Mohnstrietzel Gaenseschmalz
Pilzsuppe Liegnitzer Bomben
Gaensebraten Pfefferkuchentunke
Mohnkloesse Kartoffelsalat

 

 

Hefeteig fuer den Streuselkuchen

Hefeteig I
500 g Mehl
100 g Zucker
1 Wuerfel Hefe
knapp 1/4 L Milch
100 g zerlassene Butter
1 Paeckchen Vanillinzucker
1/2 TL Salz
1-2 Eier
Hefeteig II
750 g Mehl
125 g Zucker
50-60 g Hefe
gut 1/4 L Milch
175 g Butter
1 Paeckchen Vanillinzucker
1/2 TL Salz
2 Eier


Streuselkucha (Bruenkelkuchen, Knasterkuchen)

350-450 g Mehl
250 g Zucker
250 g kochend heisse Butter
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Zimt oder Vanille
etwas Muskat
Der Streusel: Zucker und Mehl mischen und die heisse Butter darueber giessen. Mit den Fingerspitzen gruendlich mischen, so das grosse, weiche Streusel entstehen. Man kann auch noch mit Vanille oder Zimt wuerzen. Die Streusel auf dem Hefeteig verteilen und den Kuchen bei 210°C ca. 25 Minuten goldgelb backen.

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Rharbarberkuchen

600 g frischer Rhabarber
500 g Mehl
6 Eier
300 g Butter
400 g Puderzucker
1/2 Glas Milch
2 TL Backpulver
300 ml Schlagsahne
Butter und Semmelkruemel fuer das Backblech
Die Eier in einer Schuessel schlagen. Die Schuessel ueber einen Topf mit kochendem Wasser (Dampf) halten. 100 g Puderzucker beiseite stellen, Rest zu den Eiern dazugeben und schlagen. Sobald diese Masse steif wird, die Schuessel vom Wassertopf nehmen und abkuehlen lassen. Butter zugeben, und unter staendigem Ruehren abwechselnd Mehl mit Backpulver und Milch hinzufuegen. Den Rhabarber waschen, schaelen und in 2-3 cm grosse Stueckchen schneiden. Das Backblech buttern und die gesamte Innenseite mit Semmelbroesel bestreuen. Die Kuchenmasse auf dem Blech und den Rhabarber auf der Oberflaeche gleichmaessig verteilen. Den Ofen vorheizen. Bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten lang backen.
Danach den Kuchen sofort vom Blech ziehen.
Vor dem Servieren mit dem restlichen Puderzucker und Schlagsahne dekorieren.

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Kaesetorte

1 kg Quark
4 Eier
250 g Butter
6 EL Gries
1 Paeckchen Backpulver
1/2 Zitrone (Schale und Saft)
250 g Zucker
Butter, Zucker, Eier und Zitrone schaumig ruehren. Gries und Quark dazuruehren, zuletzt das Backpulver dazu. Die Springform buttern und mit Semmelbroesel ausstreuen. Kaese rein, glattstreichen und bei mittlerer Hitze 1 Stunde backen.





Kuerbissuppe

ca. 500 g Kuerbisfleisch
1/2 Ltr Wasser
etwas Zimtrinde
Saft einer Zitrone
2 Gewuerznelken
1/4 ltr Milch
40 g Mehl
50 g Kuerbiskerne,
20 g Butter
Salz, eine Prise Zucker
Den geschaelten Kuerbis in kleine Wuerfel schneiden. Das Wasser mit den Gewuerzen aufkochen. Die Kuerbiswuerfel darin blanchieren und Puerieren.
Die Milch mit dem Mehl verruehren, in der Kuerbissuppe aufkochen und mit Zucker, Salz und Zitronensaft abschmecken.
Die Suppe mit Butterflocken garnieren und servieren.

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Schlesische Kartoffelsuppe

Zutaten fuer 4 Personen:
1 Zwiebel
15 g durchwachsener Speck
1/2 Sellerieknolle
1 Stange Poree
500 g Kartoffeln
4 Knoblauchwuerste
3 Gewuerzgurken
etwas Oel
3 EL Instant-Fleischbruehe
Die Zwiebeln abziehen und fein wuefeln. Den durchwachsenen Speck in Wuerfeln schneiden. Die halbe Sellerieknolle schaelen, waschen und in Wuerfel schneiden. Dann die Kartoffeln schaelen, waschen und ebenso in Wuerfel schneiden. Anchliessend das Gemuese zu der Speck-Zwiebel-Masse geben, mitduensten lassen und 1 ltr Wasser hinzugiessen. Anschliessend 3 EL Fleischbruehe unterruehren, aufkochen lassen und 15 Min koecheln lassen. Die Knoblauchwuerste und Gewuerzgurken in Scheiben schneiden und kurz vor Ende der Garzeit in die Suppe geben.




Weissbraten

Weissbraten,
z. B. Schweinenacken,
magerer Schweinebauch,
Zwiebeln,
Salz und
Pfeffer
Das Fleisch mit Salz und Pfeffer einreiben am Stueck mit Zwiebelscheiben unter oefterem Begiessen unzugedeckt im Backofen ca. 90 Minuten braten. Die Sosse auf etwa 3/8 l mit Wasser oder Bruehe auffuellen, mit dem angeruehrten Staerkemehl binden, abschmecken und ggf. etwas Saure Sahne zufuegen. Das Fleisch in Scheiben schneiden. Dazu Kloesse und Sauerkraut reichen.

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Schlesisches Himmelreich

250-500 g gemischtes Backobst
0,5 - 1 kg magerer geraeucherter
Speck, Schweinefleisch,
geraeucherter Schweinebauch
oder Poekelfleisch
etwas Salz
3 Gewuerzkoerner
1 Stange Zimt oder Nelken
Zitronenschale, duenn geschaelt
30 g Butter
30 g Mehl
2 EL Zucker
Zitronensaft von ½ Zitrone
Das Backobst waschen und ueber Nacht in ca. 1 L Wasser einweichen (es muss gut bedeckt sein und schoen aufquellen) Das Schweinefleisch in 1 L kochendem Salzwasser oder Speck, Poekelfleisch, geraeucherten Schweinbauch in 1 Ltr kaltem Wasser ohne Salz etwa 60 Minuten garen. Es sollte dann halb gar sein. Das eingeweichte Backobst, Zimtstange (oder Nelken) und Zitronenschale hinzufuegen (manche nehmen diese Gewuerze auch gar nicht) und zusammen ca. 30 weitere Minuten weich kochen. Alles auf einem Sieb abtropfen lassen. Die Bruehe auffangen. Aus Butter und Mehl eine Einbrenne (Mehlschwitze) zubereiten, mit der Bruehe abloeschen, mit Salz, Zucker und evtl. Zitronensaft abschmecken und mit dem in Scheiben oder Wuerfel geschnittenen Fleisch und Backobst vermengen.
Schlesisches Himmelreich wird mit allen Sorten Kloessen, z.B. Kartoffelkloessen, Hefekloesse, Griesskloesse oder Semmelkloesse serviert.

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Gummikliessla

1 kg rohe Kartoffeln
1/2 L Milch
Salz
Semmelwuerfel
Fett zum Roesten
Salzwasser zum Kochen
Kartoffeln waschen, schaelen, bis zur Verarbeitung in kaltes Wasser legen, damit sie nicht braun werden. Rohe Kartoffeln in eine mit Wasser gefuellte Schuessel reiben. Dem Wasser einen Schuss Essig beifuegen, damit sich die Klossmasse nicht verfaerbt. Geriebene Kartoffeln fest ausdruecken (z.B. im Kartoffelsaeckchen). Die ausgepresste Kartoffelmasse mit der sich in der Fluessigkeit abgesetzten Kartoffelstaerke verarbeiten. Kochende Milch sofort ueber die Kartoffelmasse giessen. Mit Salz wuerzen und alles zum Kartoffelteig vermengen. Mit nassen Haenden aus dem Teig Kloesse formen und in die Mitte des Klosses einige geroestete Semmelbroesel druecken (oder in den gesamten Teig mischen). Die Kloesse kurz nachformen und in Mehl wenden. Einen Probekloss kochen I.B.

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Polnische Kloesse

Die Kartoffeln schaelen und eine Haelfte kochen und anschliessend pressen. Die rohen Kartoffeln reiben und durch einen Leinenbeutel druecken, so dass das Wasser abfliesst. Die beiden Massen in eine Schuessel geben und Salz, ein Ei und 1 EL Kartoffelmehl zufuegen. Das Ganze gut vermischen und kneten und Kloesse formen. Anschliessend ca. 15 Minuten in sprudelndem Wasser kochen.


Kartoffelkliessla

1 kg Pellkartoffeln
250 g Mehl
etwas Kartoffelmehl
Salz
1 - 2 Eier oder etwas Wasser
evtl. Muskat
evtl. Semmelwuerfel, in etwas
Butter angeroestet
Die gekochten, abgepellten und noch heiss gestampften, oder durchgedrueckten Kartoffeln abkuehlen lassen (oder am Vorabend kochen und durchdruecken) und mit Mehl oder Griess, einer Hand voll Kartoffelmehl, Salz Ei vermischen und rasch zu einem Teig kneten, der nicht an den Haenden kleben darf (sonst noch etwas Mehl oder Griess zufuegen). Kloesse von ca. 4-5 cm Durchmesser oder eine Rolle formen und Stuecke abschneiden, in Mehl waelzen und sofort nach der Zubereitung in kochendes Wasser legen (manche lassen aber auch die Kloesse 1 Stunde ruhen). Aufgedeckt bei kleiner Flamme etwa 15 Minuten gar ziehen lassen, bis die Kloesse dann oben schwimmen. Zwischendurch dann vorsichtig umruehren, damit die Kloesse nicht am Boden kleben. Mit einem Schaumloeffel herausnehmen, abtropfen lassen und in eine vorgewaermte Schuessel legen.

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Haeckerle



2 Zwiebeln
1 TL Senf
etwas Pfeffer
2 Aepfel
2 hartgekochte Eier
4 EL saure Sahne
4 Matjes
etwas Zucker
eventuell Salz
Am Besten heute gleich filetierte, enthaeutete Matjesfilets kaufen. Dann die Matjes, die hartgekochte Eier, die Zwiebeln und die gewaschenen, entkernten Aepfel fein wuerfeln. Alles in einer Schuessel mischen und anschliessend durch den Fleischwolf drehen. Abschliessend hat meine Mutter immer noch ein halbes, altbackenes Broetchen durchgedreht.
Zum "saeubern" wie sie sagte...
Die saure Sahne in einem Becher mit dem Senf verruehren und alles zusammen in einer Schuessel gut verruehren, dabei mit den Gewuerzen abschmecken.
Danach 30 Minuten ziehen lassen und servieren.
Die 2. Variante
4 Matjes
2 hartgekochte Eier
20 g Butter
1/2 Zwiebel oder 1 Schalotte
Die Heringe wie in der 1. Variante, trockentupfen und fein hacken. Die Eier pellen und halbieren. Die Butter schaumig ruehren. Die Eidotter durch ein Sieb direkt in die Butter streichen. Das Eiweiss und die gepellte Zwiebel ganz fein wuerfeln.
Den Hering, Butter, Ei- und Zwiebelwuerfel miteinander mischen. Das Haeckerle vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.
Die 3. Variante
1 Heringsfilet
2 Scheiben durchwachsener, geraecherter Speck
1/2 Zwiebel
1/2 Apfel
1 hartgekochtes Ei
75 g saure Sahne
1 EL gehackte Petersilie, etwas Salz und Pfeffer
Wie in der 1. Variante beginnen. Das Matjesfilet, den Speck und die Zwiebel, den Apfel und das Ei sehr klein wuerfeln. Mit der sauren Sahne mischen, dann die Petersilie unterruehren. Anschliessend mit Salz und Pfeffer abschmecken und wieder ziehen lassen.

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Wampekitt

1 kg Kartoffeln
1/2 Ltr Milch
125 g durchwachsener Raecherspeck
etwas Salz
Pfeffer und Muskat
etwas Buttermilch
Die Kartoffeln schaelen und in Salzwasser gar kochen. Dann durch die Presse druecken und mit der kochenden Milch glattruehren. Den Speck wuerfeln, ausbraten und unter den Brei mischen. Mit den Gewuerzen abschmecken, in tiefe Teller fuellen und etwas Buttermilch darueber giessen.


Bigos

125 g Raeucherspeck (mager)
500 g Schweinefleisch
3 Zwiebeln
125 g Knoblauchwurst
(oder auch Wiener)
750 g Weisskraut
125 g getrocknete Steinpilze
(es gehen auch Champignons)
1 kl. Dose Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
1 TL Kuemmel
1 Lorbeerblatt
etwas Paprika, Majoran und Salz
Speck und Fleisch in kleine Wuerfel schneiden, zusammen mit den gehackten Zwiebeln kraeftig anbraten. In Scheiben geschnittene Wurst und grob geschnittenes Weisskraut dazu geben. Kurz mitduensten. Dann die Pilze, den Tomatenmark, die zerdrueckten Knoblauchzehen und die Gewuerze hinzufuegen. Wasser und eventuell Weisswein hinzugeben, so dass die vermischten Zutaten knapp bedeckt sind. Den Eintopf im verschlossenen Topf ohne weiteres umruehren garen.
Das Gericht wird z.B. mit Brot servieren, oder auch "pur".

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In der Winterzeit

Grossmutters Rosinenstollen

1 kg Mehl
100 g Hefe
400 g Butter
150 g Zucker
350 g Sultaninen
100 g Zitronat
50 g Orangeat
100 g suesse Mandeln, gehackt und
40 g bittere Mandeln
2 Eier
gut 1/4 l Milch
½ TL Salz
etwas Rum
Alle Zutaten sollen stubenwarm sein. Den Hefeteig bereiten und gehen lassen. Erst wenn der Teig gegangen ist, die schweren Zutaten zufuegen. Die Sultaninen werden ueberdies zuvor in Rum getraenkt und stehen lassen, ehe sie dem Teig beigemengt werden. Das Ganze noch mal gehen lassen, durchkneten und dann die Stollen formen, indem man zunaechst zwei Rollen formt, sie in der Mitte etwas ausrollt, so dass an den Laengsseiten dicke Wuelste stehen bleiben. Diese laengs uebereinander klappen, damit die typische Stollenform entsteht. Die beiden Sollen auf ein gefettetes Backblech setzen und nochmals gehen lassen, ehe sie in den warmen Ofen geschoben und bei 200°C ca. 60-80 Minuten gebacken werden. Ist die Stolle fertig, soll sie auskuehlen und wird mit heisser Butter bepinselt (ca. 150 g) und mit Puderzucker (ca. 150 g) gut eingezuckert. Die Stolle soll mindestens 4 Tage vor dem Fest gebacken werden.

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Mohnstrietzel (Mohnrolle, Mohnstolle)

1 kg Mehl
50 gr Hefe
300 g Butter
150 g Zucker
40 g Bittere Mandeln
100 g Suesse Mandeln
80 g Zitronat
1/4 l Milch

Die Mohnfuelle:
350 g feingemahlener Mohn
ca. 3/8 l kochende Milch oder Wasser
100 g Butter
100 200 g Zucker
20 g Mehl
3 Eier
1 Prise Salz
Den Mohn mit Zucker mischen, Milch und Butter aufkochen und den Mohn damit bruehen. Die Fuellung muss saftig sein. Die restliche Fuellungszutaten je nach Geschmack hinzufuegen. Sollte die Masse zu weich sein, Semmelbroesel zufuegen. Den Hefeteig ca. 1 cm dick zu einem Rechteck ausrollen. Fuellung (kalt!) auftragen, von beiden Seiten mit Hilfe eines untergelegten Tuchs bis zur Mitte aufrollen. In eine Kastenform oder auf ein gefettetes Backblech mit der Naht nach unten legen, mit Dosenmilch, Milch, 50 g Butter oder Eigelb bestreichen und nochmals gehen lassen. ca. 50-60 Minuten bei 180-200°C backen. Sofort aus der Form stuerzen. Anschliessend mit Butter bestreichen und/oder mit Puderzucker bestaeuben.

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Gaenseschmalz

Die Gaenseliesen sowie abgeschnittenes Fett der Gans waessert man 1 Tag lang in oefter gewechseltem Wasser, schneidet es in sehr kleine Wuerfel, gibt etwas ebenso geschnittenes Schweinefett hinzu (wenn man es fester haben will), auch 12 kleine ganze Aepfel, 1 Zwiebel und etwas Beifuss, setzt es mit 1 Tasse Wasser aufs Feuer und laesst es langsam ausbraten. Wenn die Grieben gelblichbraun sind, zieht man den Topf zurueck und giesst das Fett durch ein feines Sieb davon ab in kleine Steintoepfe (oder Schuesseln.)

Manche liebten jedoch die Grieben und so blieben sie drin!
Auch gibt es ein Rezept, da werden gebraeunte Zwiebeln, Apfelstueckchen und gehackte Haselnuesse zum Fett gegeben.


Pilzsuppe mit Backobst und Pfefferkuchen

getrocknete Pilze
Pfefferkuchen
Backobst
Rosinen
Alle Zutaten werden in wenig Wasser eingeweicht und mit dem Einweichwasser erhitzt, so dass sich der Pfefferkuchen aufloest. Die Suppe darf aber nicht mehr kochen. Zum Schluss nach Belieben mit etwas Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

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Weihnachten

Markt und Strassen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmueckt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglueckt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glaenzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

- Joseph Freiherr von Eichendorff - (geb. in Schlesien)



Liegnitzer Bomben

Zutaten fuer 24 Stueck:
2oo g Honig oder Sirup
125 g Zucker
Saft einer Zitrone
2 Eier
Saft einer halben Zitrone
1/2 Tel gemahlene Nelken
und etwas gemahlenen Kardamon
1 gestr. Tel Zimt
250 g Weizenmehl
25 g Kakao
3 TL Backpulver
65 g Korinthen
65 g gehackte Mandel (abgezogen)
65 g gewuerfeltes Zitronat
175 g Aprikosen-Konfituere
ca 200 g Kouvertuere
Muffinfoermchen
Honig oder Sirup mit Zucker, Butter und Milch in einem Topf zerlassen und in einer Ruehrschuessel abkuehlen lassen. Dann unter die Masse die Eier, den Zitronensaft, Kardamon, Nelken und Zimt einruehren. Nun das Mehl, Kakao, Backpulver noch einruehren und dann die Korinthen, Mandeln und gewuerfeltes Zitronat unter den Teig kneten. Loeffelweise den Teig in Muffinfoermchen bzw. in Alufoermchen verteilen und in den vorgeheizten Backofen schieben. Temperatur: 175-200°, Backzeit 10-15 Min.

Liegnitzer Bomben sind eine Weihnachts-Spezialitaet !

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Gaensebraten, mit und ohne Fuellung

1 Gans
(ca. 5 kg)
Salz und
1 EL Kartoffelmehl
Beifuss
Rosmarin
Die Gans wird gewaschen, immer gesalzen und je nach Geschmack gefuellt oder auch nicht. Beifuss sollte aber sein, es macht den Gaensebraten bekoemmlicher. Nun wird die Gans zugesteckt. Wenn die Gans zuviel Fett enthaelt, kann man es vorher abschneiden und zu Schmalz auslassen oder ausgetretenes Fett zwischendurch abschoepfen. Die Gans entweder im Gaensebraeter, in der Fettpfanne oder auf dem Rost braten. Die Brust nach unten legen und die Haut (nicht das Fleisch!) einstechen, damit das Fett ablaufen kann. In den Braeter oder die Fettpfanne ¼ l heisses Wasser geben und bei 180-200°C braten. Nach 1 Stunde wenden und 1½ weitere Stunden braten. In dieser Zeit die Gans oft mit dem Bratenfond begiessen und evtl. noch heisses Wasser zugiessen. Zum Schluss kaltes Salzwasser oder Bier ueber die Haut tropfen, sie wird dadurch schoen knusprig. Die Gans auf einer Platte heisshalten. Den Fond entfetten, mit Wasser loskochen und mit in Wasser verquirltem Kartoffelmehl binden. Dazu werden Rotkohl oder Sauerkraut und Kloesse gegessen.

 

Die Fuellungen fuer Gaense- oder Putenbraten


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Pfefferkuchentunke

Bei uns zu Hause ausschliesslich am Heiligabend

1 Scheibe
   Raeucherfleisch
   oder Kassler
1 Zwiebel
1 Bund Wurzelzeug
1 Pastinakwurzel
1 Lorbeerblatt
   etwas Salz
2 Flaschen Malzbier
  (alkoholfrei)
1 Pfefferkuchen
   (in Kastenform)
1 Beutel Rosinen
1 Beutel grob
   gehackte Mandeln
Aus dem Raeucherfleisch, der in zwei bis vier Teilen geschnittenen Zwiebel, dem Wurzelzeug und der grob geschnittenen Pastinake eine Bruehe kochen (incl. Salz und Lorbeerblatt). Danach alle festen Zutaten (auch das Fleisch) entfernen. Dann die eigentliche Sosse mit dem Malzbier beginnen. Nun den Pfefferkuchen je nach Gesamtsossenmenge hineinbroeseln und die Rosinen und Mandeln hinzufuegen. Zum Schluss kurz aufkochen lassen. Um die Sosse saemiger zu machen, kann ein Teil der Pastinake auch durch ein Sieb in die Bruehe passiert werden. Die fertige Weihnachtssosse sollte dickfluessig sein, sie kann am naechste Tag wieder durch Malzbier oder Bruehe verduennt werden.

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Silvester

Mohkliessla (Mohnkliesslan, Mohnpielen)

150 g gemahlener, frischer Mohn
1 l Milch
100 g Zucker
50 g Rosinen
50 g gehackte Mandeln
50 g Haselnuesse (gemahlen oder gehackt)
1 Paeckchen Vanillinzucker
2 EL Honig
1 Prise Salz
2-3 altbackene Broetchen
Die Broetchen in daumendicke Scheiben schneiden, 30 g Zucker darueber streuen, mit einem halben Liter Milch begiessen und durchweichen lassen. Die restliche Milch zum Kochen bringen, mit allen uebrigen Zutaten 10 Minuten langsam kochen lassen. Dabei mit dem Holzloeffel am Boden ruehren. Die gequollene Mohnmasse und die geweichten Broetchenscheiben abwechselnd in einer Schuessel anrichten. Die oberste Schicht ist Mohn. Mit Mandelsplittern oder gehackten Haselnuessen bestreuen und mindestens 2 Stunden kuehl stellen I.B.

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Kartoffelsalat mit Speck

750 g Kartoffeln
200 g geraeucherten Speck
250 g saure Gurken
2 Zwiebeln
2 TL Senf
5 EL Essig
5 gekochte Eier
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
Die gekochten Kartoffeln wuerfeln, den Speck in kleine Wuerfel schneiden und auslassen. Gurken, Zwiebeln und Eier ebenfalls in kleine Wuerfel schneiden. Saemtliche Zutaten zusammengeben. Essig und Senf aufkochen und dazugeben, dann alles vorsichtig mischen, damit es kein Brei wird, und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Manche lassen die Eier auch weg.

 

Warmer Kartoffelsalat

750 g Kartoffeln
2 Zwiebeln
75 g durchwachsener Speck
1/8 l Bruehe
Pfeffer, Essig
Pellkartoffeln schaelen und in Scheiben schneiden. Mit heisser Bruehe uebergiessen, Pfeffer und Essig dazugeben und abschmecken. Den ausgelassenen Speck und die geduensteten Zwiebeln unterheben. Man kann auch aus dem Speck , 40 g Butter und 30 g Mehl eine Mehlschwitze machen und mit der Bruehe abloeschen. Diese Sosse wird dann ebenfalls ueber die Kartoffelscheiben gegossen.


Quellenhinweise




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