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Der Beginn der Diktatur
Unter dem Eindruck der Vertraege von Versailles und der sich anschliessenden weltweiten Wirtschaftkatastrophe gelang es Adolf Hitler sich und die NSDAP zu etablieren. Fuer das nachfolgende Symbol war die damalige deutsche Generation nicht offen. Aus englischer Sicht sah das so aus:
Germany wither? (Daily Mirror, Juli 1933)
Der Blutsonntag in Bromberg
Mit dem Beginn des II. Weltkrieges eskalierten die aufgestauten
Emotionen:
Die Ereignisse am Sonntag, den 03. September 1939 in Bromberg, gaben
zuerst den Machthabern des Deutschen Reiches und nach dem Mai 1945 dem
polnischen Staat Anlass zur Rechtfertigung ihres jeweiligen Handelns.
Auslaendische Journalisten bei einem
Ortstermin vor zivilen deutschen Opfern.
(Das Bild laesst sich vergroessern)
Im folgenden Link das Filmmanuskript einer deutsch-polnischen Co-Produktion aus dem Jahr 1996: Bromberg, am Sonntag den 03. September 1939.
Breslau am 18. September 1944
Bis zum Spaetsommer 1944 war Schlesien und Breslau so etwas wie der
"Luftschutzkeller" des Deutschen Reiches. Das sollte sich aendern.
Hier der Bericht eines ehemaligen Wehrmachtssoldaten einer Flakstellung
am Leerbeuteler Berg im Osten Breslaus:
Am 18. Sept. 1944, unter fast klarem Himmel, ueberflog uns ein Flugzeug
vom Typ P-38, oft als Aufklaerer benutzt. Noch heute sehe ich das wie
Silber aussehende Flugzeug direkt ueber unserer Batteriestellung am
Leerbeuteler Berge. Die Markierung war britisch. Als wir uns fuer die
Festungszeit vorbereiteten, besuchten wir noch einmal die Hallen der
FAMO. Trostlos standen die rostenden Werkzeugmaschinen in Reih und
Glied. Das Elend in meiner Heimatstadt hatte begonnen. . .
In einer Aufnahme eines Alliierten Aufklaerers 1:25000
Aufnahme 858, Flug 1308, K1
In der obere Bildhaelfte, in der Bildmitte, die FAMO-Werke direkt links daneben, die Linke-Hofmann-Werke. Auf Grundlage von diesem Aufklaerungsfoto entstand die Zielkarte fuer die 486th amerikanische Bomberstaffel:
Ausgewaehlte Bombenziele
Zum vergroessern bitte auf das Bild klicken
- A Linke-Hofmann Werke AG
- B Fahrzeug- u. Motorenwerke AG (FAMO)
- C Archimedes, Schlesisch-Saechsische Schraubenfabrik AG
- D Lehr- und Ausbildungswerkstaette der DR Mochbern
- E Junkers Flugzeug- u. Motorenwerke (Nikoleitor)
- F Militaerisches Gelaende fuer Panzer
- G Junkers Flugzeug- u. Motorenwerke (Gandau)
- H Flugplatz Gandau
Dieser Luftschutzkeller endete am 07. Oktober 1944. An diesem Tag sind die ersten Motoren der amerikanischen Bomber ueber der Stadt zu hoeren - gestartet aus Sizilien. Durch diesen Luftangriff starben 69 Breslauer.
Die Flucht aus - und nach Breslau
In den ersten Februartagen des Jahres 1945 musste meine Mutter und
mein damals 8 jaehriger Bruder, wie alle anderen Zivilisten, die
Stadt auf Anordnung des Gauleiters Hanke verlassen. Sie
gehoerten zu den meisten, die zu Fuss fluechten mussten.
In etwa zur gleichen Zeit kam mein Vater eigenmaechtig aus Bayern,
zurueck in Richtung Breslau.
Seine Weigerung, als Werkmeister der Famo im Oktober 1944 in die NSDAP
einzutreten, hatte ihn eine Strafversetzung zum, wie er immer sagte,
Schachten auf ein Flugplatzgelaende nach Manching bei Muenchen
eingebracht.
Ich erinnere mich das er oft davon sprach das viele Breslauer, als
die bedrohlichen Nachrichten aus Schlesien durchsickerten - einfach
von dort "abgehauen" sind...
Meine Eltern sollten sich knapp verpassen und sich fuer laengere Zeit
nicht mehr sehen. Im Bild mein Vater (1954) welcher als Zivilist und
ehemaliger Werkmeister der FAMO/Breslau die 3-monatige Festungszeit
und die ersten 9 Monate von Wroclaw miterlebt hat.
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